Ein Platz in der besten Reihe?

Jeder Konzertbesucher weiß, wie begehrt und kostbar sie sind, die "besten Plätze", die nicht nur optisch, sondern vor allem akustisch erst ein angenehmes Konzerterlebnis ermöglichen. Damit Sie auch zu Hause eine optimale Klangwiedergabe erreichen, genügen oft kleine Veränderungen an Ihrer Anlage, die klanglich eine große Wirkung haben.

Rot ist schwarz und plus ist minus...

Diese alte Gleichstrom-Elektrikerregel gilt auch für den Lautsprecheranschluß. Stellen Sie sicher, daß die Lautsprecher nicht nur seitenrichtig, sondern auch phasenrichtig angeschlossen sind: Sie sollten ihre (möglichst gleichlangen) Kabel so anschließen, daß die jeweils roten (schwarzen) Buchsen an Lautsprecher und Verstärker miteinander Kontakt aufnehmen. Wenn Sie dabei die Geräte noch ausgeschaltet haben, dankt es Ihnen die Elektronik.

Der Spiegeltrick

In den meisten Fällen empfiehlt es sich, die Front der Lautsprecher jeweils zum Hörplatz zu drehen – auch hier ist größte Genauigkeit gefragt. Ein Blick in Spiegel, die jeweils bündig vor den Lautsprecherfronten plaziert werden, hilft, den richtigen Winkel zu erwischen.

Das magische Dreieck

Der beste Hörplatz ergibt sich, wenn Sie sich an der Spitze eines gleichseitigen Dreiecks befinden, dessen gegenüber liegende Ecken von den beiden Lautsprechern gebildet werden. Dabei sollten die Lautsprecher sehr genau symmetrisch, am besten an der Schmalseite des Raumes, aufgestellt werden. Natürlich ist es sinnvoll, mit den Lautsprechern auch auf gleicher Höhe zu sein...

 

Rauschfest

Schalten Sie die Klangfilter (auch Loudness etc.) Ihres Verstärkers auf linear (aus), stellen Sie den Balanceregler auf Mitte und starten Sie (Achtung Lautstärke) Ihre CD. Aus unerfindlichen Gründen verzichtet die Geräteindustrie heute auf einen Mono-Schalter für die Verstärker, denn den brauchten Sie jetzt. Ersatzweise können Sie eine Mono-CD auflegen oder bei Ihrem Tuner das Zwischenrauschen einstellen: bei exakter Ausrichtung und phasenrichtigem Anschluß der Lautsprecher (s.o.) müßten Sie den Klang in einem schmalen Bereich genau in der Mitte zwischen den beiden Lautsprechern hören. Je schmaler, desto besser. Wenn Sie jetzt Ihren Balanceregler leicht verstellen, wandert dieser schmale "Strich" zwischen den Lautsprechern hin und her. Genau in der Mitte ist es in Ordnung, und Sie können ab jetzt in Stereo Ihre CDs genießen.

Symmetrie ist alles

Sollten Sie sich inzwischen entschlossen haben, Ihre Wohnstube in einen Abhörraum zu verwandeln, empfiehlt es sich, auch den Bereich um die Lautsprecher, ja möglichst den ganzen Raum symmetrisch zu gestalten: Jedes Möbelstück weist Reflexionsflächen auf, die die Klangwiedergabe beeinflussen. Teppiche und Vorhänge dämpfen den Raumklang. Stehen Ihre Lautsprecher zu nahe an der Rückwand oder in Zimmerecken, kann es zu störenden Tieftonverstärkungen kommen – sitzen Sie selbst vor der (reflektierenden) Rückwand, genügt ein größerer Abstand, und die Klangwiedergabe wird deutlich verbessert.

In der Loge

Bei einer guten Aufnahme löst sich der Klang von den Lautsprechern, Sie erkennen Instrumente nicht nur ausbalanciert zwischen den Lautsprechern, sondern hören auch eine natürliche Tiefenstaffelung und eine Portion natürlichen Raumklang. Noch ein Tip: Vertrauen Sie auf die Kunst der Tonmeister und Toningenieure, die für Sie zusammen mit den Künstlern eine optimale Klangbalance gesucht haben: Verzichten Sie auf die Klangfilter, sonst kann es sein, daß Ihre Lautsprecher mit deutlichen Klangverzerrungen reagieren.

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Stand: 3. Mai 2006